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FREIHEIT FÜR DIE VERGESSENEN FORMEN

Den Sachenmacher bedrückte eine Frage: Wann werden diese wunderbaren großen, kleinen und klitzekleinen Betongüsse wieder Gelegenheit haben, irgendwo ausgestellt zu werden, eine Stadt zu bilden, sich bewundern zu lassen? Und was ist davor und danach? Da vegetieren sie in Schachteln in einem Lagerraum, der eh schon aus allen Nähten platzt... und in dem darüber hinaus auch noch Hunderte und Aberhunderte von neuen Plastikformen auf den großen Augenblick ihrer Würdigung warten.

Der SachenMacher traut sich schon fast nicht mehr, in dem Ausmaß weiter zu arbeiten, das er sich eigentlich wünscht. Denn wohin mit all den Werken?

DIE ANTWORT IST GEFUNDEN: Sie werden alle frei gelassen!

Auf Brennesselhalden, an Bach- oder Flussrändern, auf Gartenmauern - überall, wo große Steine liegen können, dort können sich auch Betongüsse dazu gesellen. Der Formereichtum der Natur wird ergänzt durch die uferlose Vielfalt der "Vergessenen Formen".

Die Aktion, die kein vorprogrammiertes Ende hat, begann am 3. Oktober 2010 in Puchenau und wird natürlich akribisch dokumentiert - man sollte die ausgesetzten Formen ja nach einer Weile auch besuchen können und nachschauen, wie es ihnen geht und was aus ihnen wird. Vielleicht werden sie mit der Zeit überwuchert, bemoost, zerfallen oder auch weggetragen... Aber alles ist besser, als in Schachteln eingesperrt zu sein, oder?


Wer noch einen wilden Platz weiß, der ein paar abenteuerliche Betonteile verträgt, bitte melden! Ebenso wenn jemand eine Gartennmauer oder Terrasse hat und eines oder mehrere der kleinen Werke aufnehmen möchte. Es sollte aber im Freien sein! Drin waren sie lang genug.

Und der SachenMacher kann endlich wieder seinem künstlerischen Spieltrieb nachgehen und unermüdlich und unbekümmert für Nachschub sorgen.